Geschichte – rekonstruiert durchs Licht. Eine außergewöhnliche archäologische Ausstellung im Balaton Museum

Archäologie des Lichtes – Die Rolle des natürlichen Lichtes im Leben der Urzeitmenschen. Mit diesem Titel wurde eine Sonderausstellung am 8. Oktober 2016 im Balaton Museum in Keszthely eröffnet.

Als Ergebnis internationaler Zusammenarbeit kam diese besondere Ausstellung zu Stande, die eine ganze Reihe neuer Forschungsergebnisse bezüglich unseres urzeitlichen Kulturerbes darstellt, basierend auf den Beständen von polnischen, tschechischen, slowakischen und ungarischen öffentlichen Sammlungen. Die außergewöhnliche Thematik der Ausstellung beruht auf einer der Hilfswissenschaften der Archäologie, auf der Archäoastronomie. Mit Hilfe dieser Methode kann man die Auswirkung der Astralkörper und der verschiedenen Himmelerscheinungen auf die Mentalität, die Verhaltensweise und das Verhältnis zur Natur unserer urzeitlichen Vorfahren rekonstruieren. Das nicht gerade alltägliche Verfahren der Archäoastronomie bietet den Forschern ein wichtiges Instrumentarium, die archäologischen Funde, die Orientierung und Platzierung der ehemaligen Bauwerke sowie das Verhältnis der Menschen zu der Natur richtig zu deuten. Die Ausstellung präsentiert auf Grund von neuesten Forschungsergebnissen, welche wichtige Rolle das natürliche Licht und die Lichterscheinungen im Leben der Urzeitmenschen spielten und welche bedeutenden Auswirkungen diese Phänomene auf sie ausübten.

Die archäologischen Funde deuten darauf hin, dass die größte Wirkung in dieser Hinsicht wohl jene atmosphärische Erscheinung hatte, die in Form eines riesigen Rades mit vier Speichen am Himmel erschien.

Die konzentrisch geordneten Ringe der Sonnen- und Mondkrone kommen auch oft unter den Symbolen der Bronzezeit zum Vorschein.

Die Verzierungen von Waffen und Schmuckstücken aus der Bronzezeit zeugen davon, dass die durch Sonnen- und Mondlicht generierten atmosphärischen Erscheinungen einen tiefen Eindruck auf die damaligen Menschen machten. Dadurch entstand ein charakteristisches System von symbolhaften Motiven, das unter anderem auf dem Gebiet der Gebrauchsgegenstände und Kleidungsstücke Anwendung fand.

Die Abbildung von Himmelerscheinungen, die Parallelität der Kunstmotive im Kreis weit voneinander lebender Volksgruppen in Europa, die ähnliche Symbolik im Bereich der Bestattungsriten und bei den sakralen Gegenständen lebten weiter in der Folklore und in dem Schamanismus, aber sie sind auch in der Orientierung der Wohngebäude zu beobachten. Die beinahe 7000 Jahre alten archäologischen Fundstücke, die Volkskunstobjekte aus dem vergangenen Jahrhundert, sowie der Dokumentarfilm über eine Schamaneninitiationszeremonie aus Burjatien erzählen uns allesamt über die Rolle des natürlichen Lichtes im Leben der Urzeitmenschen.

Die Ausstellung kann bis zum 24. Februar 2017 besichtigt werden.

Weitere Informationen:
Diplom-Archäologin Dr. Judit P. Barna
Tel: +36 83 312351
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Letzte Änderung am Montag, 27 Februar 2017 08:34

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Mittwoch:
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Donnerstag:
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